Holzwohnwagen von Lichtbaummobil

 

"(...)Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre, neue Bindungen zu geben.(...)"

Hermann Hesse (Stufen)

 

Schießhalle I
Losbude
Prinzessin
PGH 5 Türme
Schießhalle II

Biene
Weinkönigin

Honigwagen
Roter Baron
Mozart

Kastanie

 

Hinweise zu rechtlichen und behördlichen Fragen

 

Grundlegend gilt : Grund und Boden werden über den jeweilig geltenden Rechtskreis verwaltet und "gehören " - wie alles natürliche - grundsätzlich niemandem.  

Die Rechte der Verwaltung des "Natürlichen" haben diejenigen, welche die Lizens dafür (erworben) haben (i.d. Regel also staatliche Institutionen)

Es gibt daher keine "Eigentümer" von Grund und Boden, sondern Nießbrauchnehmer, die zum Ausgleich der vertraglich geregelten Nutzung von Grund und Boden einen Betrag (Grundsteuer u.a.) abgeben.

 

Während ein Wagen durch seine Variabilität unabhängig von Grund und Boden  tatsächliches Eigentum darstellt, ist ein Haus immer an die jeweiligen  Nutzungsrechte von Grund und Boden  gebunden !

 

Mittlerweile wird das Bewohnen und die Bauweise mobiler Bauten je nach Bundesland gesetzlich normiert und geregelt.

Das fängt beim Bau  mit der Erbringung verschiedener Gutachten (DEKRA, baubehördliche Ämter) an und geht bei der Genehmigung von Stellplatz, Gemeinden und Anschlüssen weiter. 

 

Für mich stellen alle Arten von Tinyhäusern (ob mit- oder ohne Räder) eine schöne Verbindungskultur zwischen traditionellem und/ oder modernem  Handwerk und einer facettenreichen, sehr ausdrucksstarken Wohnkultur her.

Was sie allerdings nicht leisten können, sind die Minderung oder Auflösung negativer Folgen von Immobilienspekulationen und momentan gewinnorientierten Verwaltungsstrukturen. 

Hier lohnt es sich die Beiträge und Lobeshymnen zu diesem Thema genauer und nüchterner zu betrachten. Gerade junge Familien, die sich diesen Traum über ein Kredit finanzieren, sollten sich überlegen, dass ein Lifestyle nur von begrenzter Dauer ist und schon überholt wird, während Abzahlungsraten noch geleistet werden müssen

Das Konzept "tiny house" ist für Familien mit Kindern nur bedingt tauglich.

  

Von Gesetzes Wegen ausgehend gelten für einen Festbau oder Wagen die gleichen Kriterien,  wenn man diesen als Hauptwohnsitz dauerhaft nutzen möchte. Allerdings stehen die Gemeinden und Campingplätze den Entwicklungen oft gutmütig gegenüber und es lohnt sich neben der aktuellen Gesetzeslage auch geduldete "Schlupflöcher" anzuschauen.

Wesentlich einfacher ist die private Nutzung als Wochenendheim, Gartenlaube oder ähnliches.

 

Es gibt eine nach meiner Meinung eine gute Zusammenfassung von Dietmar Schneider bezüglich sogenannter "Tinyhouse" -also Bauten wie Zirkuswagen, Wohnanhänger, Wohncontainer, Wochenendhäuser, Mobilheimen usw. als PDF Datei zum Runterladen. 

Die Zusammenfassung ist in der Wagenszene sehr beliebt und dient als Einstieg und Hilfestellung ohne einen Anspruch auf Ganzheitlichkeit zu erheben. Im Bedarfsfall bekommt man einen guten Eindruck, an wen man sich im speziellen Fall und Bundesland wenden muss, welche Möglichkeiten es gibt und wie man die verschiedenen Bereiche der Bauämter und Meldeämter getrennt voneinander betrachten muss.

 

Ich möchte als Schöpfer zukünftiger Bauten darauf hinweisen, ohne die schlafenden Hunde wecken zu wollen (welche den ein oder anderen durchaus auch beißen können).

 

Allerdings ziehe ich Eigenverantwortung und zivilen Ungehorsam vor, falls es dem Gemeinwohl dienlich ist, denn die Freiheit des Geistes ist der Zugang zur schöpferischen Quelle.

 

Hier geht es zur Lektüre : Tiny Houses und das deutsche Baurecht